Über Faschingskostüme, Upcycling und Must-Have

November 11, 2017

"Die erste Jacke, mit der alles begann, war also kein Modeutensil, sondern Teil eines Faschingskostüms."

 

 

 

Kennt ihr die Kinderriegel-Werbung? Mit der Milch und der Schokolade? Genau das könnte ich sein - mit Jacken! Ich liebe Jacken. Ich habe nachgezählt und habe fast 25 verschiedene zu Hause. Was andere Frauen an Schuhen haben, habe ich an Jacken. Dabei ist es egal was für welche, schließlich benötigt man für jedes Oufit eine andere Form, Schnitt, Muster etc. Ihr kennt das Spielchen ja. Und dann war es kein Wunder, dass ich mich sofort verliebt habe, als ich die wundervollen Stücke von SKARABEOS entdeckt habe.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war Liebe auf den ersten Blick, vor allem da Camouflage eines der Must-Haves diesen Herbst ist und ich den Stil, die Kombination und den Kontrast aus dem herben Stoff und den filigranen Aufnähern sehr spannend finde. Als dann endlich das Päckchen mit dem wunderschönen Unikat bei mir ankam und das erste Mal der Stoff meine Arme umschmiegt hat, wusste ich sofort - diese Jacke gebe ich nie mehr her!

 

Der Stoff ist unglaublich leicht, was ich zu Beginn gar nicht gedacht hätte. Der Schnitt ist super, ich trage auf dem Bild "S" und dennoch ist es die perfekte Mischung aus Boyfried-Look und femininem Touch. Vor allem das Patch auf dem Rücken hat es mir angetan! Dadurch kann man es mit einem kurzen Rock, Plateauschuhen und einem Pullover tragen - in einem weiblicheren Look, oder zu schwarzer High-Waist, Oversize Shirt und schwarzen Dr. Martens.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Das Besondere an unseren Produkten ist der Kontrast zwischen schick und leger. Etwas, das nicht unbedingt zusammen passt aber trotzdem sehr gut zusammen aussieht. Man braucht etwas Mut um diese Jacken zu tragen, denn sie ziehen Blicke an."

 

Vom Faschingskostüm zur Modemarke "SKARABEOS", diese Geschichte hinter meinem neuen lieblings Stück, hat mich natürlich sehr interessiert, einfach mal ein Label gründen?! Das dachten sich Doreen & Philipp aus Schwäbisch Hall damals. Alles begann beim Fasching. Das ehemalige Soldatenkostüm sollte auf ebay verkauft werden und nur nach wenigen Minuten war schon ein neuer Besitzer gefunden! Die Leute lieben Militärjacken. Genau das war es, was Philipp damals aufgefallen ist. Es dauerte nicht lange und es wurden noch weitere Jacken bestellt, die Nähmaschine von Mama geklaut und in Stoffgeschäften nach inspirationen ausschau gehalten. "Dort entdeckten wir die wunderschöne Spitze. Auf Anhieb hat uns der Kontrast sehr gut gefallen."

 

Die ersten Kunden wurden auf Kleiderkreisel gefunden, danach bei Freunden. Aber dann sollte es doch ganz einfach sein oder? Ich habe Doreen gefragt was denn die größten Schwierigkeiten waren, bei der Gründung eines eigenen Modelabels. Eines war ganz klar: man hat es sich einfacher, schneller vorgestellt, als es im Endeffekt war. Zeitpläne wurden oft durchkreuzt und hin und wieder konnte man die Ideen und Vorstellungen doch nicht so einfach in die Tat umsetzen. "Auch muss man sich mit steuerlichen und rechtlichen Aspekten auseinander setzten."

 

 

"Unsere Mode ist keine Massenmode"

 

Die Jacken stammen jedoch nicht aus irgendeiner Fabrik in China, es sind getragene Bundeswehrjacken, welche speziell gereinigt und aufgewertet werden. Jedes dieser Unikate erzählt eine Geschichte, geht durch die Hände von einem der Mitarbeiter und wird von Hand verschönert. Dabei geht es um Upcycling, Nachhaltigkeit und das Bewusstsein für die Kleidung, die man trägt. Ein normales T-Shirt benötigt 2.700 Liter Wasser, eine Hose bis zu 7.000 Liter.

"Uns geht es nicht um einen möglichst hohen Profit. Uns geht es darum, etwas schönes und einzigartiges zu erschaffen, was sich von der Masse abhebt. Dabei wollen wir die Umwelt nicht aus den Augen verlieren. Denn auch die kommenden Generationen wollen auf diesem Planeten gesund weiterleben."

 

Wenn die beiden einen ganzen Tag kreativ gearbeitet haben schauen sie sich am liebsten einen guten Film auf der Couch an oder gehen noch zum Kopf ausschalten ins Fitnessstudio. Was mich immer am meisten interessiert sind gute Ratschläge, ihr Ratschlag für alle kreativen Köpfe unter uns ist: "einfach machen. Man hat nichts zu verlieren, denn „nichts gemacht, hat man schon "

 

Heys and Hugs,

Bele

 

 

 

 

 

 

 

 

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